Lapsana communis (Rainkohl)

Gewöhnlicher Rainkohl, Gemeiner Rainkohl, Rainkohl

Merkmale

Der Gewöhnliche oder Gemeine Rainkohl (Lapsana communis) ist nicht mit den Kohlarten verwandt, sondern mit der Chicorée, Endivie, Kopfsalat und Radicchio. Er zählt zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Lapsana communis kann bis zu einen Meter hoch werden und seine gelben Blüten von Mai bis September zeigen. Er wächst einjährig oder zweijährig. Seine Samen keimen entweder im Frühjahr, diese Pflanzen sterben im Sommer, sobald die nächste Generation Samen reif ist. Sie keimen im Spätsommer bis frühen Herbst, diese Pflanzen überwintern um im nächsten Frühjahr zu blühen.

Vorkommen

Ursprünglich verbreitet war der Rainkohl in Europa, Teilen Asiens und Nordafrika. Mittlerweile soll er auch in Australien, Nordamerika und einigen südamerikanischen Ländern anzutreffen sein (Quelle).

Lapsana communis ist an sonnigen bis schattigen Standorten zu finden. Er besiedelt Äcker, Gebüschsäume, Wälder, Wegränder, Schuttplätze, Parks, Friedhöfe und Gärten. Am besten gedeiht er in nährstoffreicher und gleichmäßig feuchter Erde.

Rainkohl am Wegrand
Rainkohl Anfang Mai am Wegrand.
Rainkohl vor Mauer
Rainkohl vor einer Mauer.

Verwendung

Die jungen Blätter des Rainkohl können roh als Blattsalat oder wie Spinat zubereitet gegessen werden. Die beste Zeit zum Ernten ist vor der Blüte im Frühjahr. Je älter die Pflanzen werden, desto höher ist ihr Anteil an Bitterstoffen. Das ist übrigens auch beim entfernt verwandten Estragon (Artemisia dracunculus) so, dessen Blätter im April und Mai noch angenehm mild schmecken.

Rainkohl im Oktober
Junge Blätter des Rainkohl im Oktober. Sie können als Blattsalat gegessen werden.

Der Rainkohl als Lebensraum

Als Magnet für Bienen und andere populäre Insekten ist mir der Rainkohl nicht aufgefallen. Seine Blüten werden gelegentlich von Schwebfliegen besucht. Die Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima), die eine Vorliebe für gelb blühende Pflanzen zu haben scheint, kann ebenfalls auf ihnen zu finden sein.

Blattläuse und andere saugende Insekten ernähren sich von seinem Pflanzsaft.

Die Blätter und Triebe werden von Pilzen wie Mehltau oder Rostpilzen besiedelt.

Punktierte Zartschrecke auf Rainkohl
Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima) auf der Blüte des Rainkohl. Bei dem weißen Belag auf den Stängeln handelt es sich um einen Mehltaupilz.

Lapsana communis

Rainkohl

Gewöhnlicher Rainkohl

Lapsana communis

Lapsana communis

Lapsana communis

Lapsana communis

Lapsana communis

Lapsana communis

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