Linaria vulgaris (Gewöhnliches Leinkraut)

Gewöhnliches Leinkraut, Gemeines Leinkraut, Kleines Löwenmaul

Leinkraut vor Zaun

Merkmale

Dass das Gewöhnliche Leinkraut (Linaria vulgaris) nah mit den belieten Löwenenmäulchen verwandt ist, ist ihm auf den ersten Blick anzusehen. Vermutlich deshalb wird es auch Kleines Löwenmaul genannt.

Im englischen Sprachraum ist es übrigens als Krötenflachs (Toadflax) oder Butter & Eier (Butter-and-Eggs) bekannt. Dort scheint man in der Benamung von Pflanzen deutlich kreativer zu sein, wie an den weiteren Populärnamen von Linaria vulgaris unschwer zu erkennen ist.

Leinkraut

Das gewöhnliche Leinkraut wächst mehrjährig und kann, je nach Standort, zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch werden. Seine zygomorphen gelb-orangen Blüten zeigt es von Juni bis Oktober.

Die Verbreitung erfolgt duch Samen und kurze Ausläufer.

Vorkommen

Linaria vulgaris ist in vielen europäischen Ländern heimisch. Das Verbreitungsgebiet umfasst außerdem Russland, Sibirien, Westasien und China. Als Zierpflanze gelangte es auch nach Nordamerika (Quelle).

Zu finden ist das Leinkraut zumeist an sonnigen und warmen Standorten. Es besiedelt Dämme, Böschungen, Äcker, Wegränder, Schuttplätze, Trockenrasen und kommt auch mit mineralischen Böden zurecht.

Leinkraut am Wegrand

Verwendung

Obwohl ihm blutreinigende und wundheilende Wirkungen nachgesagt werden, ist das Gewöhnliche Leinkraut als Arzneipflanze nicht von Bedeutung. Es wird vereinzelt als Gartenstaude kultiviert.

Linaria vulgaris im Garten

Wichtig für die erfolgreiche Kultur des Leinkrauts im Garten ist ein voll- bis teilsonniger Standort. Am besten gedeiht es, wenn es für mindestens 3 Stunden täglich besonnt wird.

An den Boden stellt es keine hohen Ansprüche, er kann humos, sandig-lehmig oder mineralisch-durchlässig sein.

Die ersten Monate nach dem Pflanzen sollte Linaria vulgaris regelmäßig gegossen werden. Sobald es angewachsen ist, verträgt es kurze Trockenperioden.

Das Leinkraut als Lebensraum

Zu den Bestäubern zählen neben Hummeln auch andere Wildbienen und Schmetterlinge.

Während der heißen Sommerwochen verbringen einige Schnecken eine Art Trockenruhe auf seinen Trieben.

Heideschnecke auf Leinkraut
Gemeine Heideschnecke (Helicella itala)

Gewöhnliches Leinkraut

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