Kategorien
Rot & rosa blühende Pflanzen | Sträucher & Halbsträucher | Weiß blühende Pflanzen |

Rubus fruticosus agg. (Brombeere)

Brombeere, Echte Brombeere

Wären ihre Beeren nicht so schmackofatzig lecker, gälte die Brombeere höchstwahrscheinlich als lästiges Unkraut. Sie wächst schnell und kann an geeigneten Standorten, die für den anpassungsfähigen Strauch nicht schwer zu finden sind, dichte Bestände bilden. Wie es auf dem Bild unten zu sehen ist.

Brombeerhecke

Merkmale

Die Brombeere (Rubus fruticosus agg.) ist ein aufrecht bis überhängend wachsender Strauch. Ihre Triebe können über zwei Meter lang werden und wenn sie den Boden berühren, Wurzeln schlagen. Dank dieser effektiven Methode kann sie sich großflächig ausbreiten und kleinere nicht so schnell wachsende Pflanzen verdrängen.

Ihre rosa oder weißen Blüten zeigt die Brombeere von Mai bis August. Vereinzelt blühende Pflanzen können bis in den Oktober zu sehen sein.

Die Früchte reifen von Juni bis Oktober.

Brombeere im Oktober
Blühende Brombeere mit reifenden Früchten Mitte Oktober.

Vorkommen

Rubus fruticosus agg. ist fast weltweit verbreitet. In einigen Regionen, wie zum Beispiel auf den Galapagos-Inseln, gilt sie als invasive Art, die bekämpft werden muss, weil sie die heimische Flora verdrängt.

In Mitteleuropa besiedelt die Brombeere Wälder, Böschungen, Dämme, Wegränder und Gebüschsäume. Sie kommt gut mit sonnigen bis schattigen Standorten zurecht.

Die Brombeere als Lebensraum

Getreu dem Motto „Der einen Leid ist der anderen Freud“ ist die Brombeere nicht nur eine „pöhse“ Pflanze. Von ihren Blüten ernähren sich viele Insekten, wie Käfer, Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen, Honigbienen und Fliegen.

Trauer Rosenkaefer auf Brombeere
Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta)
Hummel auf Brombeere
Eine Hummel beim Bestäuben der Brombeerblüten.
Fliege und Honigbiene auf Brombeere
Honigbiene und Fliege in den Blüten der Brombeere.

Botanik

Ich beschreibe Rubus fruticosus agg. in diesem Artikel als „die Brombeere“. Das dient der besseren Lesbarkeit (hoffentlich), ist botanisch aber falsch. Es handelt sich bei Rubus fruticosus agg. um eine Sammelart, dafür steht das Kürzel „agg.“ im botanischen Namen (Quelle).