Echium vulgare (Blauer Natternkopf)

Blauer Natternkopf, Gewöhnlicher Natternkopf

Blauer Natternkopf

Merkmale

Der Blaue Natternkopf (Echium vulgare) zählt zu den Raublattgewächsen (Boraginaceae) und ist mit den Vergissmeinnicht sowie dem Borretsch verwandt. Er wächst zweijährig oder mehrjährig und kann bis zu einen Meter hoch werden. Seine blauen und selten weißen oder rosa Blüten zeigt er von Juni bis August.

Weitere Namen: Gemeiner Natternkopf, Natterkopf und Blauer Heinrich.

Natternkopf Blätter

Weißer Natternkopf
Weiß blühender Natternkopf ist selten zu finden.
Natternkopf blau weiß
Natternkopf mit blau-weißen Blütenblättern.
Natternkopf gelb gestreifte Blaetter
Ob es sich bei diesem Natternkopf mit seinen gelb gestreiften Blättern um eine Zuchtform oder Mutation handelt, konnte ich nicht herausfinden.

Vorkommen

Echium vulgare ist in den meisten europäischen Ländern heimisch. Sein Verbreitungsgebiet reicht in Asien bis nach China. In Australien, Neuseeland, Nordamerika und Südafrika gilt er als eingeschleppt (Quelle).

Der Natternkopf ist ein Kulturfolger und häufig im urbanen Raum anzutreffen, wo er an Wegrändern, auf Mauern, Treppen, Bahndämmen, Schuttplätzen sowie in Unkrautfluren wachsen kann. Ebenfalls von ihm besiedelt werden Wiesen, Böschungen und Gebüschsäume.

Er gedeiht am besten an voll- bis teilsonnige Standorten und verträgt auch durchlässigen, mineralischen bis sandigen Boden. Wenn er gelegentlich gemäht wird, schadet ihm das nicht.

Natternkopf vor Mauer
Der Natternkopf kann auch auf Mauern oder Wegen wachsen.
Natternkopf in Wiese
Blühender Natternkopf in einer Wiese.
Natternkopf im Rasen
Natternkopf im Rasen, er treibt nach der Mahd schnell wieder aus.
Natternkopf am Wegrand
Natternkopf am Wegrand. Hinten links sind die gelben Blüten des Johanniskraut zu sehen.

Verwendung

Da er schwach giftig ist, er enthält unter anderem Allantoin, wird der Natternkopf nicht mehr als Heilpflanze verwendet. Dafür aber vereinzelt als Zierstaude.

Lebensraum Natternkopf

Die Blüten des Echten Natternkopf werden von Hummeln, Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen bestäubt.

An trockenen Standorten überdauern einige Schnecken wie die Gemeine Heideschnecke oder die Kartäuserschnecke heiße Tage oder längere Trockenzeiten auf seinen Trieben.

Auch saugende Insekten wie Blattläuse oder Wanzen können auf ihm zu finden sein.

Weberknechte und andere Spinnentiere suchen auf seinen Trieben nach Beute. Von den Blattläusen ernähren sich Marienkäfer.

Weberknecht auf Natternkopf
Ein Weberknecht wartet im Blütenstand des Natternkopf auf Beute.
Heideschnecke auf Natternkopf
Eine Gemeine Heideschnecke hält ihren „Trockenschlaf“ im Blütenstand des Natternkopf.
Natternkopf
Eine Schwebfliege sucht in den Blüten des Natternkopf nach Nahrung.

Schädlinge und Krankheiten

Auch die sogenannten Unkräuter sind vor Schädlingen und Krankheiten nicht sicher. Auf den Blättern des Echten Natternkopf kann sich in regenreichen Jahren schon im Juni Mehltau zeigen.

Natternkopf Mehltau
Dieser Natternkopf ist mit Mehltau befallen.

Echium vulgare

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