Hain-Salbei, Wiesen-Salbei
Den Hain-Salbei oder Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) kannte ich bis zum Schreiben dieses Artikels nur als Staude aus Parks und Gärten. Ich hatte ihn sogar selbst im Garten. Ob er bei uns heimisch ist oder angesalbt wurde, dazu konnte ich keine belastbaren Quellen finden.
Vermutlich passt beides, Salvia nemorosa kommt zerstreut in einigen Regionen vor und wächst auch als Neophyt aus Gärten oder Blühstreifen verwildert.
Laut KEW umfasst sein natürliches Verbreitungsgebiet die meisten europäischen Länder und reicht bis nach Westasien.

Wo wächst Salvia nemorosa?
Wild oder verwildert wachsend habe ich Salvia nemorosa in Wiesen, an Wegrändern sowie auf Dämmen und an Böschungen gefunden. Am besten gedeiht er an sonnigen und warmen Standorten mit gleichmäßig bis mäßig feuchtem Boden.

Wann blüht Salvia nemorosa?
Je nach Region dauert die Hauptblütezeit von Mai bis Juli. Durch Mahd oder Rückschnitt lässt sich der Hain-Salbei zu einer Nachblüte anregen, sodass er bis in den September blühend zu sehen sein kann.


Ist der Hain-Salbei eine Bienenpflanze?
Die Blüten werden von Honigbienen und einigen Hummeln angeflogen. Auch Weichwanzen konnte ich dort beobachten. Bei diesen Insekten handelt es sich zumeist um sogenannte Generalisten, also Arten, die mit vielen Pflanzen zurechtkommen und nicht auf den Hain-Salbei spezialisiert sind.
Zudem wird die Honigbiene als Nutztier gehalten und gezüchtet und kann Wildbienen sogar verdrängen.
Wer die regionalen Insekten unterstützen möchte, sollte einige der dort heimischen Pflanzen im Garten kultivieren. Der Hain-Salbei eignet sich nach meiner Einschätzung nicht dafür.

Was ist Salvia × sylvestris?
Bei Salvia × sylvestris handelt es sich um eine Kreuzung aus dem Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und Salvia nemorosa. Diese Naturhybride kann an Standorten entstehen, an denen die beiden Arten gemeinsam vorkommen.

Kategorien: Blau & lila blühende Pflanzen | Wegrand |

Ajuga genevensis (Genfer Günsel)
Ajuga reptans (Kriechender Günsel)
Ballota nigra (Schwarznessel)
Galeopsis tetrahit (Stechender Hohlzahn)
Glechoma hederacea (Gundermann)
Lamium album (Weiße Taubnessel)
Lamium amplexicaule (Stengelumfassende Taubnessel)
Lamium galeobdolon (Goldnessel)
Lamium maculatum (Gefleckte Taubnessel)
Lamium purpureum „weiß“ (Rote Taubnessel)
Lamium purpureum (Purpurrote Taubnessel)
Mentha aquatica (Wasserminze)
Nepeta cataria (Katzenminze)
Origanum vulgare (Dost, Oregano)
Prunella vulgaris (Kleine Braunelle)
Salvia pratensis (Wiesen-Salbei)
Salvia verticillata (Quirlblütiger Salbei)
Stachys sylvatica (Wald-Ziest)
Taubnesseln (Lamium)
Thymus pulegioides (Feld-Thymian)