Drüsenblättrige oder Drüsige Kugeldistel, Bienen-Kugeldistel
Der kugelige Blütenstand der Drüsenblättrigen Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus) besteht aus vielen fünfzähligen Einzelblüten. Die Blütenblätter können weiß oder hellblau gefärbt sein. Je nach Standort reicht die Blütezeit von Juni bis Mai.
Die einjährige, häufig zweijährige bis gelegentlich auch mehrjährige Staude kann über zwei Meter hoch werden. Sie ist gut an ihren fein behaarten Blättern und Trieben zu erkennen. Die gefiederten Blätter besitzen zahlreiche Blattzipfel, die wie spitze Dornen enden und empfindlich stechen können.

Wo wächst die Drüsenblättrige Kugeldistel?
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Echinops sphaerocephalus liegt im südlichen Europa, es reicht bis nach Westasien. In Belgien, Deutschland und in den Niederlanden ist sie nicht heimisch, hier ist sie ein Neophyt (Quelle).
Die Drüsenblättrige Kugeldistel kommt als Zierpflanze in Parks und Gärten zum Einsatz. Verwilderte Bestände gibt es an Wegrändern, Feldrändern, Böschungen, auf Dämmen und an Ruderalstellen.
Am besten gedeiht sie an sonnigen und warmen Standorten mit gleichmäßig bis mäßig feuchtem Boden. Ich habe sie aber auch schon in lichtem Halbschatten wachsen gesehen.



Ist Echinops sphaerocephalus eine Insektenpflanze?
In ihrer südeuropäischen bis westasiatischen Heimat dürfte sie das sein. In Deutschland konnte ich nur die üblichen Verdächtigen auf ihren Blüten beobachten, also Honigbienen und Erdhummeln. Diese Generalistinnen kommen mit vielen Pflanzenarten zurecht und können gut ohne Echinops sphaerocephalus überleben.
Für unsere Insekten besser geeignet ist der den Kugeldisteln ähnlich sehende Feld-Mannstreu (Eryngium campestre).



Kategorien: Blattbestimmung | Blau & lila blühende Pflanzen | Neophyten | Wegrand | Weiß blühende Pflanzen |

Achillea millefolium (Schafgarbe)
Ambrosia artemisiifolia (Beifußblättriges Traubenkraut)
Arctium lappa (Große Klette)
Arctium nemorosum (Hain-Klette)
Arctium tomentosum (Filz-Klette)
Artemisia absinthium (Wermut)
Artemisia vulgaris (Beifuß)
Bellis perennis (Gänseblümchen)
Carduus acanthoides (Weg-Distel)
Carduus nutans (Nickende Distel)
Centaurea diffusa (Sparrige Flockenblume)
Centaurea jacea (Wiesen-Flockenblume)
Centaurea scabiosa (Skabiosen-Flockenblume)
Chondrilla juncea (Großer Knorpellattich)
Cichorium intybus (Gewöhnliche Wegwarte)
Cirsium arvense (Acker-Kratzdistel)
Cirsium oleraceum (Kohl-Kratzdistel)
Cirsium vulgare (Gemeine Kratzdistel)
Conyza canadensis (Kanadisches Berufkraut)
Cota tinctoria (Färberkamille)
Crepis biennis (Wiesen-Pippau)
Crepis capillaris (Kleinköpfiger Pippau)
Dittrichia graveolens (Schmalblättriger Klebalant)
Erigeron annuus (Einjähriges Berufkraut)
Erigeron bonariensis (Südamerikanisches Berufkraut)
Erigeron karvinskianus (Mexikanisches Berufkraut)
Eupatorium cannabinum (Gewöhnlicher Wasserdost)
Galinsoga ciliata (Knopfkraut, Franzosenkraut)
Galinsoga parviflora (Kleinblütiges Knopfkraut)
Helminthotheca echioides (Natternkopf-Bitterkraut)
Hieracium pilosella (Kleines Habichtskraut)
Hypochaeris radicata (Ferkelkraut)
Inula britannica (Wiesen-Alant)
Jacobaea vulgaris (Jakobs-Kreuzkraut)
Lactuca serriola (Stachel-Lattich)
Lapsana communis (Rainkohl)
Leontodon hispidus (Steifhaariger Löwenzahn)
Matricaria discoidea (Strahlenlose Kamille)
Mycelis muralis (Mauerlattich)
Onopordum acanthium (Gemeine Eselsdistel)
Pentanema squarrosum (Dürrwurz)
Picris hieracioides (Gewöhnliches Bitterkraut)
Pilosella aurantiaca (Orangerotes Habichtskraut)
Scorzoneroides autumnalis (Herbst-Löwenzahn)
Senecio inaequidens (Schmalblättriges Greiskraut)
Senecio leucanthemifolius ssp. vernalis (Frühlings-Greiskraut)
Senecio vulgaris (Gewöhnliches Kreuzkraut)
Silybum marianum (Mariendistel)
Solidago canadensis (Kanadische Goldrute)
Solidago virgaurea (Echte Goldrute)
Sonchus arvensis (Acker-Gänsedistel)
Sonchus asper (Raue Gänsedistel)
Sonchus oleraceus (Gemüse-Gänsedistel)
Tanacetum vulgare (Gemeiner Rainfarn)
Taraxacum officinale (Löwenzahn)
Tragopogon dubius (Großer Bocksbart)
Tragopogon pratensis (Wiesen-Bocksbart)
Tripleurospermum inodorum (Geruchlose Kamille)
Tussilago farfara (Huflattich)
Wer profitiert von Disteln?