Dieser Text und auch einige Bilder stammen aus meinem Youtube-Video zur Magie von gelben Blüten.

Gelbe Blüten zeichnen sich durch eine besonders hohe Helligkeit (Luminanz) aus und bilden einen starken Kontrast zum grünen Hintergrund einer Wiese. Dadurch gilt Gelb als eine der wirksamsten Blütenfarben, die Bestäubern wie Käfern, Schwebfliegen und Wildbienen schon aus der Ferne signalisiert: Hier gibt es fein lecker Pollen und Nektar!
Auch an trüben Tagen sowie in der Morgendämmerung sind gelbe Blüten gut zu erkennen und ziehen Insekten magisch an. Das könnte ein weiterer Grund dafür sein, warum sich diese Blütenfarbe in der Natur so weit verbreitet hat.
Ein Insekt, das ich schon häufig auf gelb blühenden Pflanzen gesehen habe, ist der Zottige Rosenkäfer (Tropinota hirta). Er soll auch auf andersfarbigen Blüten zu finden sein, doch konnte ich das bisher nicht beobachten.
Mit dem giftigen Pollen und Nektar dieser Butterblume scheint er keine Probleme zu haben.

Erstaunt war ich, dass unser Siebenpunkt-Marienkäfer gelbe Blüten zu mögen scheint. Die ausgewachsenen Käfer ernähren sich im Frühjahr und wenn keine Blattläuse verfügbar sind von Pollen und Nektar.

Das Gleiche macht der Soldatenkäfer, der nicht nur andere Insekten, sondern auch pflanzliche Kost verspeist.

Ebenfalls ein überzeugter Gelbblüten-Fan ist der Nelkenwurzkäfer, hier zu sehen in der Blüte eines Scharfen Hahnenfußes. Er legt seine Eier auf der gelb blühenden Nelkenwurz ab, dort leben und entwickeln sich seine Larven.

Auf dieses Wildbienchen wirkten die gelben Blüten des Löwenzahns wohl etwas zu magisch, mir scheint, als wäre es darin verstorben.

Auch die Nymphen einiger Laubheuschreckenarten halten sich gerne auf gelben Blüten auf.

Diese Graue Sandbiene sieht aus, als hätte sie erst vor Kurzem ihr Winterquartier im Boden verlassen. Sie nutzt die gelbe Blüte eines Löwenzahns, um sich zu putzen.

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