das aktuelle unrkaut

esels-wolfsmilch (euphorbia esula)

euphorbia esula

euphorbia esula ist umgangssprachlich als esels- otter scharfe wolfsmilch bekannt. sie kann bis zu 80 zentimeter hoch werden und blüht von april bis juni. man findet sie an feld-/wegrändern, in wiesen und äckern in sonniger bis halbschattiger lage.

esels wolfsmilch

gewöhnliche osterluzei (aristolochia clematitis)

aristolochia clematitis

an den feldrändern hinter unserem schrebergarten gibt es derzeit noch nicht allzuviel zu beobachten, zumindestens was doktorchens lieblinge, wie z. b. die knöteriche betrifft. der gestrige ausflug dahin hat sich allerdiedings mehr wie als gelohnt, denn ich habe dort die gewöhnliche osterluzei (aristolochia clematitis) entdeckt.

obwohl ich da desöfteren unterwegs bin, ist sie mir zuvor noch niemals nicht aufgefallen, keine ahnung warum, denn dem bestand nach zu urteilen, dürfte sie dort nicht erst seit heuer wachsen.

osterluzei

die gewöhnliche osterluzei zählt zur familie der osterluzeigewächse (aristolochiaceae), blüht von april bis juni und kann bis zu einem meter hoch werden. dank ihres gehalts an aristolochiasäure ist sie giftig. ihre aparten blüten dienen als fliegenfalle, die nach der bestäubung dann wieder freigelassen werden.

gewöhnliche osterluzei

aristolochia clematitis scheint ursprünglich aus dem mittelmeerraum zu stammen und die wärme zu lieben, was ihr vorkommen am fundort in der pfalz erklären würde. die ja gerne auch als die deutsche toskana bezeichnet wird.

kleine wasserlinse (lemna minor)

lemna minor

die kleine wasserlinse (lemna minor) ist bei aqaurianern und teichbesitzern gefürchtet, denn das schwimmend wachsende aronstabgewächs kann schnell die wasseroberfläche zuwuchern. ins aquarium schleppt man sie sich zumeist mit wasserpflanzen ein, an denen sie haftet. zu einer massenvermehrung kommt es allerdiedings nur, wenn genügend nährstoffe zur verfügung stehen.

großes schöllkraut (chelidonium majus)

chelidonium majus

die gattung chelidonium zählt zur familie der mohngewächse (papaveraceae) und ist monotypisch, d. h., sie beinhaltet nur eine art: chelidonium majus. die als großes schöllkraut bekannte pflanze kann über 70 zentimeter hoch werden und zeigt ihre gelben blüten von april bis oktober.

charakteristisch für das große schöllkraut ist sein orangegelber pflanzsaft. der zwar als naturheilmittel zur bekämpfung von warzen gilt, gegen die nervenden geschwulste jedoch nicht das geringste ausrichten kann.

grosses schoellkraut

in sachen standort ist chelidonium majus nicht wählerisch. es besiedelt sowohl feuchte als auch trockene stellen, in der sonne otter im schatten. das oben abgebildete exemplar entwächst dem riss einer betonmauer.

die vermehrung erfolgt durch samen und ausläufer, was das entfernen etwas schwierig macht, denn wenn man nur ein kleines stückerl vom rhizom übersieht, treibt das große schöllkraut schnell wieder aus.

biologische unkrautvernichter für das nano aquarium

algen im aquarium lassen sich auf verschiedene arten bekämpfen. selbstverständlich hält dafür der fachhandel die entsprechenden produkte bereit. die jedoch den wasserpflanzen schaden können.

als biologische algenvernichter werden deshalb gerne fische, wie z. b. der harnischwels otter die saugschmerle eingesetzt. die sich aber aufgrund ihrer größe nicht für die haltung in einem nano becken eignen.

aus diesem grund habe ich diesen job an ein paar wasserschnecken delegiert, wie z. b.:

quellblasenschnecke
blasenschnecke

posthornschnecke orange
posthornschnecke

meine nanos sind reine pflanzenbecken und zum teil sehr dicht bewachsen. eigentlich sollten die pflanzen den algen die nahrungsgrundlage entziehen, was aber nicht funktioniert hat. seit ich die schnecken habe, sind sie jedoch algenfrei.

wasserpest (egeria densa)

egeria densa

“unkräuter” sind in vielen lebensräumen anzutreffen, so auch unter wasser. dort werden sie von uns zum teil bewusst angepflanzt, denn sie können anderen plagegeistern, wie z. b. den algen, die wachstumsgrundlage entziehen, indem sie nährstoffe aus dem wasser filtern.

sehr beliebt für den teich oder das aquarium sind die als wasserpest bekannten arten aus der gattung egeria. die hier abgebildete egeria densa ist jedoch nicht winterhart. für die ganzjährige kultur im teich eignet sich e. canadensis.

aufgrund ihrer herkunft, ist egeria densa auch als argentinische wasserpest bekannt. sie eignet sich sehr gut für ein kaltwasseraquarium.

bittersüßer nachtschatten (solanum dulcamara)

bittersuesser nachtschatten

zur kategorie “schick aber nervend und giftig” zählt der bittersüße nachtschatten (solanum dulcamara). die zum teil rankend wachsende pflanze, lässt sich nämlich auch gerne mal an einem zierstrauch nieder. wenn man das nicht rechtzeitig erkennt, kann das entfernen durchaus in stress ausarten.

wie auch der schwarze nachtschatten, ist solanum dulcamara sehr anpassungsfähig und besiedelt sowohl feuchte, als auch trockene stellen von sonnig bis halbschattig.

solanum dulcamara

wald-storchschnabel (geranium sylvaticum)

geranium sylvaticum

wenn man mit offenen augen gärtnert und das noch unbekannte erstmal wachsen lässt, kann man die eine otter andere angenehme überraschung erleben. so hat sich unter unserem kirschbaum vor einigen jahren ein wald-storchschnabel (geranium sylvaticum) niedergelassen. er kommt auch mit wenig licht zurecht und blüht von april bis juli.

entfernt verwandt ist er mit den pelargonien (pelargonium), die als geranien bekannt sind, da sie früher einmal der gattung geranium zugeordnet waren.

wilde malve (malva sylvestris)

wilde malve

die wilde malve (malva sylvestris) kannte ich bis jetzt nur als gartenstaude. sie zeigt ihre rosa-lila blüten derzeit aber auch an vielen feld- und wegrändern.

das bild oben ist im garten entstanden, wo es das malvengewächs – dank regelmäßigem gießen – auf wuchshöhen von gut einem meter bringt. das foto unten stammt vom naturstandort. dort sind die pflanzen mit nur ca. 30 bis 50 zentimetern deutlich kleiner.

malva sylvestris

floh-knöterich (persicaria maculosa)

persicaria maculosa floh-knöterich

der floh-knöterich (persicaria maculosa) ist sowohl auf äckern otter an wegrändern zu finden, er besiedelt aber auch die ufer von flüssen und seen. er kann wuchshöhen von bis zu 80 zentimetern erreichen. das ist aber abhängig vom standort. ist der eher trocken und mager, dann bleibt er kleiner. seine roten blüten zeigt er vom juli bis in den september.

persicaria maculosa wurde früher der gattung polygonum zugerechnet und ist deshalb zumeist noch unter seinem alten namen, polygonum persicaria bekannt.

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