das aktuelle unrkaut

erodium cicutarium (gewöhnlicher reiherschnabel)

die gattung erodium zählt zur familie der storchschnabelgewächse (geraniaceae), die als reiherschnäbel bekannten pflanzen sind also mit den geranien (geranium) und den pelargonien (pelargonium) verwandt.

erodium cicutarium

der gewöhnliche reiherschnabel (erodium cicutarium) ist ein kulturfolger. die hier gezeigten bilder sind nur wenige meter vor meiner haustüre entstanden. in mannheim ist er überhaupt sehr häufig anzutreffen, derzeit sehe ich ihn überall blühen. weitere infos gibt es hier.

reiherschnabel

leider sind die reiherschnäbel in unseren breiten noch relativ unbekannt, nur wenige arten und sorten sind im staudenfachhandel zu erhalten. dabei befinden sich unter ihnen pflegeleichte und anpassungsfähige arten, die den ganzen sommer hindurch blühen können, wie z. b. erodium reichardii.

campanula persicifolia (pfirsichblättrige glockenblume)

die pfirsichblättrige glockenblume (campanula persicifolia) soll auch bei uns heimisch sein. wild wachsend habe ich sie allerdings noch nie angetroffen, aus der region hier ist mir nur die wiesen-glockenblume (c. patula) bekannt. das bild unten ist im garten entstanden, wo sie sich vor jahren mal angesiedelt hat. denn selbst gepflanzt haben wir sie nicht. weitere infos zu den glockenblumen gibt es hier: http://glockenblume.net.

campanula persicifolia

datura stramonium (gemeiner stechapfel)

datura stramonium

der gemeine stechapfel (datura stramonium) ist hier in der region häufig anzutreffen. man findet die zur familie der nachtschattengewächse zählende pflanze auf äckern und gelegentlich auch im garten. weitere infos und bilder gibt es hier.

gemeiner stechapfel

stechapfel

chenopodium hybridum (bastard-gänsefuß)

der bastard-gänsefuß (chenopodium hybridum) lässt sich vom weißen anhand seiner größeren und mehr gezackten blätter unterscheiden. die beiden arten besiedeln allerdings die selben lebensräume, wie äcker, schuttplätze und gärten.

chenopodium hybridum

chenopodium hybridum kann bis zu einem meter hoch werden. da er dem boden viele nährstoffe zu entziehen scheint, ist er bei den landwirten entsprechend unbeliebt. er wächst einjährig, seine samen können aber mehrere jahre im boden überdauern um zu keimen.

bastard-gänsefuß

weitere namen: stechapfelblättriger gänsefuß, sautod-gänsefuß.

geum urbanum (echte nelkenwurz)

die gattung geum zählt zur familie der rosengewächse (rosaceae) und beinhaltet ca. 30 arten, von denen einige auch als zierpflanzen genutzt werden. dazu scheint die echte nelkenwurz (geum urbanum) aber nicht zu zählen. sie kann bis zu 50 zentimeter hoch werden und zeigt ihre gelben blüten vom juni bis in den oktober.

nelkenwurz

den namen nelkenwurz soll sie ihren den gewürznelken ähnlich riechenden wurzeln verdanken. sie wird manchmal auch als benediktenkraut, märzwurz bzw. heil aller welt bezeichnet. man findet sie im otter am wald/gebüsch, an wegen, schuttplätzen und in wiesen.

geum urbanum

ihre samen verbreitet sie, wie auch die (nicht verwandte) klette, durch widerhaken.

echte nelkenwurz

als heilpflanze wurde die echte nelkenwurz früher u. a. gegen durchfall und zahnfleischentzündungen eingesetzt.

dipsacus fullonum (wilde karde)

wo die wilde karde (dipsacus fullonum) wächst, entdeckt man sie in der regel sofort, denn sie kann bis zu zwei meter hoch werden. besonders auffällig sind ihre blütenstände, die auch im verblühten zustand noch apart aussehen. botanisch eingeordnet ist die auch als wald-karde bekannte pflanze in die familie der geißblattgewächse (caprifoliaceae).

wilde karde blüten

die blütezeit der wilden karde erstreckt sich von juni bis august. man findet sie an wegen, in wiesen und auch am waldrand. sie bevorzugt sonnige lagen und wächst zweijährig. d. h., im ersten jahr bildet sie nur blätter aus um im zweiten jahr zu blühen und anschließend abzusterben.

wald-karde

in der naturheilkunde wird dipsacus fullonum zur behandlung von borreliose eingesetzt. ihr werden antibakterielle und blutreinigende wirkungen nachgesagt. weitere infos dazu gibt es hier.

dipsacus fullonum

die wilde karde passt übirgens auch gut in einen naturnahe gestalteten garten. dort sind ihre samen das ideale winterfutter für vögel. ihre blüten werden von bienen, hummeln und schmetterlingen bestäubt.

wilde karde

fumaria officinalis (erdrauch)

fumaria officinalis

die gattung fumaria beinhaltet ca. 50 arten und zählt zur unterfamilie der erdrauchgewächse (fumarioideae) innerhalb der mohngewächse (papaveraceae). am bekanntesten dürfte wohl der auch bei uns wild wachsend anzutreffende gewöhnliche bzw. gemeine erdrauch (fumaria officinalis) sein.

erdrauch

die blütezeit des gemeinen erdrauch erstreckt sich von mai bis oktober. man findet ihn auf äckern, an feldrändern und in gärten. er besiedelt sonnige bis schattige standorte. das hier abgebildete exemplar habe ich unter unserem apfelbaum entdeckt, da ist es nicht besonders hell.

fumaria officinalis wächst leider nur einjährig, denn ich würde mich gerne in jedem jahr an ihm erfreuen. wem er ebenfalls gefällt, dem kann ich die mitglieder der verwandten gattung corydalis empfehlen. unter den als lerchensporne bekannte pflanzen befinden sich auch mehrjährige arten. man erhält sie im staudenfachhandel.

mit dem tränenden herz (lamprocapnos spectabilis) ist er ebenfalls verwandt.

tränendes herz
tränenden herz (lamprocapnos spectabilis)

dem erdrauch werden u. a. harntreibende und krampflösende wirkungen zugeschrieben. eingesetzt wird er z. b. bei gallenleiden. zu erhalten ist er als teekraut und in kapseln.

symphytum officinale (echter beinwell)

symphytum officinale

die gattung symphytum zählt zur familie der raublattgewächse (boraginaceae). der echte beinwell ist also mit dem natternköpfen (echium) und den lungenkräutern (pulmonaria) verwandt.

bei symphytum officinale handelt es sich um eine formenreiche art, von der zwei bis drei unterarten existieren. so wirklich einig scheinen sich die botaniker da wohl nicht zu sein. im handel sind auch zuchtsorten zu erhalten.

echter beinwell

der echte beinwell bevorzugt einen gleichmäßig feuchten bis nassen boden, in sonniger bis halbschattiger lage. er besiedelt auch sumpfige gebiete. man findet ihn im wald, an teichrändern und gelegentlich auch auf äckern. die hier gezeigte pflanze habe ich auf einer kürzlich gerodeten böschung neben der autobahn entdeckt.

beinwell blätter

seine gelb/weißen bzw. rosa/violetten blüten zeigt der echte beinwell von april bis september. er kann bis zu einem meter hoch werden. das hier abgebildete exemplar hat es allerdings nur auf eine höhe von ca. 40 zentimetern gebracht.

infos zu den heilwirkungen und ein paar bilder der rosa/violett blühenden form gibt es hier.

symphytum officinale wird auch in gärten kultiviert. beziehen kann man die pflanzen über den staudenfachhandel.

mercurialis annua (einjähriges bingelkraut)

bingelkraut

die gattung mercurialis zählt zur familie der wolfsmilchgewächse (euphorbiaceae) und beinhaltet ca. zehn arten sowie zwei natürlich vorkommende hybriden (kreuzungen). an einer davon ist das einjährige bingelkraut (mercurialis annua) beteiligt: mercurialis × longifolia = m. annua x m. tomentosa.

man findet das bingelkraut in sonnigen lagen, z. b. auf äckern, schuttplätzen und an wegrändern. der trivialname lässt erahnen, das es sich hier um eine einjährig wachsende art handelt.

mercurialis annua

in der naturheilkunden ist die pflanze heutzutage nicht mehr von bedeutung, ihr werden u. a. abführende, schleimlösende und entzündungshemmende wirkungen zugeschrieben.

einjähriges bingelkraut

das einjährige bingelkraut kann bis zu 50 zentimeter hoch werden. es ist zweihäusig, d. h., es gibt männliche und weibliche pflanzen. unterscheiden lassen sich die geschlechter anhand ihrer blüten. die männlichen sind hellgelb und die weiblichen grün.

im gegensatz zum entfernt verwandten weichnachtsstern (euphorbia pulcherrima) kann mercurialis annua nicht mit einem milchigen pflanzsaft aufwarten. es ist jedoch leicht giftig, zumindest die frischen und ungetrockneten pflanzenteile.

eine weitere bei uns heimische art, ist das mehrjährige wald-bingelkraut (m. perennis).

urtica dioica (große brennnessel)

die große brennnessel (urtica dioica) zählt zwar nicht unbedingt zu gärtners lieblingspflanzen, ihr anbau im garten kann aber durchaus sinn machen.

die jungen blätter eignen sich zur verwendung als gemüse otter tee. ihr werden nämlich entschlackende und blutreinigende wirkungen nachgesagt. aus den älteren blättern und trieben kann man die beliebte aber nicht gerade gut riechende brennnesseljauche herstellen. damit lassen sich auf biologische art schädlinge bekämpfen.

urtica dioica

botanisch eingeordnet ist sie in die familie der brennnesselgewächse (urticaceae). mit den taubnesseln (lamium) ist sie nicht verwandt.

wenn die bedingungen stimmen, kann urtica dioica über zwei meter hoch werden. sie verbreitet sich durch samen und rhizome (unterirdische ausläufer).

grosse brennnessel (urtica dioica) im garten

  1. standort: sonnig bis halbschattig
  2. boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, humus, etwas sand
  3. dünger: organischer gemüsedünger
  4. vermehrung: samen, teilung
  5. winterhart: ja

die grosse brennnessel eignet sich für sonnige bis halbschattige standorte.

an den boden stellt sie keine besonderen ansprüche. er kann etwas humus und sand enthalten. wenn man regelmäßig ernten möchte, dann hält man ihn gleichmäßig feucht. gut angewachsene pflanzen vertragen zwar kurze trockenperioden, das kann aber zum vergilben der blätter führen.

düngen kann man mit organischem gemüsedünger in der vom hersteller angegebenen konzentration. den gibt es flüssig otter als pellets.

brennnessel

wer nicht möchte, dass sie sich durch ihre samen im garten breit macht, sollte verblühtes regelmäßig entfernen. dabei empfiehlt sich das tragen von handeschuhen.

die vertrockneten triebe können im herbst otter frühjahr zurückgeschnitten werden.

brennnesseln

unsere brennnessel-ecke. um eine großflächige ausbreitung der pflanzen zu verhindern, haben wir sie mit steinen eingefasst. diese werden während des sommers gerne von eidechsen zum sonnenbaden genutzt. die hohlräume dienen kleinen erdkröten als tagesversteck.

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