nervend

echinochloa crus-galli (hühnerhirse)

die gattung echinochloa zählt zur familie der süßgräser (poaceae), die hühnerhirse (echinochloa crus-galli) ist also mit dem bambus (bambusa) und dem reis (oryza) verwandt. sie wächst einjährig und kann über einen meter hoch werden.

hühnerhirse

es gibt ja nicht allzuviele pflanzen die mich nerven und die ich als unkraut bezeichne. aber die hühnerhirse zählt definitiv dazu. ab ca. juni beginnt sie zu keimen und das entfernen der sämlinge ist echte fuschelarbeit. die größeren pflanzen lassen sich zwar besser anpacken, wurzeln aber auch schon entsprechend tiefer.

diese art im garten zu haben, wo sie gerne und auch seeeeehr häufig auftritt, macht selbst mir keinen spaß. wenn wenigstens die schnecken drangingen, von denen ich ja auch mehr wie als genug habe – aber denen scheinen andere pflanzen besser zu schmecken.

echinochloa crus-galli

amaranthus retroflexus (zurückgekrümmter amarant)

amaranthus retroflexus ist umgangssprachlich als zurückgekrümmter/zurückgebogener amarant bzw. fuchsschwanz bekannt. er stammt ursprünglich aus nordamerika und ist erst seit ca. 200 jahren auch bei uns wild wachsend anzutreffen. man findet ihn mittlerweile so gut wie überall, bevorzugt auf äckern, aber auch in parks und gärten, an wegrändern und in wiesen.

amaranthus retroflexus

beim zurückgekrümmten amarant handelt es sich um eine einjährig wachsende art. er kann über einen meter hoch werden und blüht von juni bis oktober. er mag einen sonnigen standort und kommt auch mit einem trockenen boden gut zurecht. dort bleiben die pflanzen allerdings deutlich kleiner und blühen bereits ab einer höhe von ca. 10 zentimtern.

amarant

im garten lässt sich amaranthus retroflexus sehr leicht mechanisch entfernen. was aber zu schwerstarbeit ausarten kann, da er wirklich sehr häufig auftritt. verwandt ist er übrigens mit den gänsefüßen (chenopodium), dem spinat (spinacia) und den rüben (beta).

fuchsschwanz

die samen können mehrere jahre im boden überdauern. verbreitet werden sie durch vögel, flüsse (quelle) und den wind (meine vermutung).

kartoffelacker

was bin ich froh, mein geld nicht in der landwirtschaft verdienen zu müssen. nicht nur, weil das ein knochenjob ist. so kann ich den hier gezeigten kartoffelacker als botanisches kleinod betrachten. dort sind übrigens viele der auf diesem blog gezeigten bilder entstanden.

kartoffelacker

von den angebauten kartoffeln ist allerdiedings nur noch sehr wenig bis nichts zu erkennen. sie wurden von der zaunwinde und dem windenknöterich fast vollständig zugewuchert. daneben beherbergt der acker noch einige gräser, den schwarzen nachtschatten otter gänsefußarten.

zaunwinden

was der betreibende landwirt bei diesem anblick empfindet, muss ich mir zum glück nicht vorstellen.

chenopodium hybridum (bastard-gänsefuß)

der bastard-gänsefuß (chenopodium hybridum) lässt sich vom weißen anhand seiner größeren und mehr gezackten blätter unterscheiden. die beiden arten besiedeln allerdings die selben lebensräume, wie äcker, schuttplätze und gärten.

chenopodium hybridum

chenopodium hybridum kann bis zu einem meter hoch werden. da er dem boden viele nährstoffe zu entziehen scheint, ist er bei den landwirten entsprechend unbeliebt. er wächst einjährig, seine samen können aber mehrere jahre im boden überdauern um zu keimen.

bastard-gänsefuß

weitere namen: stechapfelblättriger gänsefuß, sautod-gänsefuß.

calystegia sepium (zaunwinde)

calystegia sepium

die gattung calystegia zählt zur familie der windengewächse (convolvulaceae), die echte zaunwinde (calystegia sepium, syn. convolvulus sepium) ist also mit der süßkartoffel verwandt.

ihre weiß bis hellrosa gefärbten blüten, die sie übrigens bei bedarf schließen kann, z. b. während der nachtstunden otter wenn es regnet, zeigt sie von juni bis oktober. ihre triebe können mehrere meter lang werden und wie man am bild unten erkennen kann, macht es ihr keine probleme andere pflanzen (hier: karotffeln) zu überwuchern.

zaunwinde

die echte zaunwinde ist auch häufig im garten anzutreffen. sie lässt sich zwar leicht entfernen, kann dafür aber in massen auftreten. sie bevorzugt einen gleichmäßig feuchten bis nassen boden. man findet sie an feldrändern, zäunen otter im gebüsch. sie kommt auch mit einem schattigen standort zurecht, den weg ins licht findet sie immer.

obwohl ihr (u. a.) abführende wirkungen zugeschrieben werden, scheint sie als heilpflanze nicht von bedeutung zu sein.

chenopodium album (weißer gänsefuß)

chenopodium album

die gattung chenopodium zählt zur familie der fuchsschwanzgewächse (amaranthaceae) und beinhaltet mehr als 100 arten. verwandt ist sie z. b. mit dem amarant (amaranthus) und den rüben (beta).

der weiße geänsefuß (chenopodium album) hat einige trivialnamen und ist u. a. noch als acker-, drecks- otter falsche melde bekannt. er kann über einen meter hoch werden und blüht von juni bis september. er gilt als erstbesiedlerpflanze und ist häufig auf baustellen anzutreffen. desweiteren findet man ihn auf äckern, schuttplätzen und gelegentlich auch mal im garten. er bevorzugt sonnige standorte.

weißer gänsefuß

chenopodium album wurde früher als gemüse verwendet und wie spinat zubereitet. ihm werden entzündungshemmende und abführende wirkungen nachgesagt.

da er den boden auslaugen soll, ist er bei landwirten nicht sehr beliebt. wie hoch er wird, ist vom nährstoff- und wasserangebot abhängig. heuer habe ich, aufgrund des bis jetzt regenarmen jahresverlaufs, viele nur ca. zehn zentimeter hohe, aber schon blühende exemplare angetroffen (bild unten).

ackermelde

anagallis arvensis (acker-gauchheil)

anagallis arvensis

der acker-gauchheil (anagallis arvensis) zählt zwar zu den sehr häufig auftretenden unkräutern, lässt sich aber leicht entfernen, da seine wurzeln flach wachsen.

botanisch eingeordnet ist er in die unterfamilie der myrsinengewächse (myrsinoideae) innerhalb der primelgewächse (primulaceae), zu der u. a. auch die alpenveilchen (cyclamen) und der goldfelberich (lysimachia) zählen.

im volksmund ist anagallis arvensis auch noch als roter gauchheil bekannt. seine blütezeit erstreckt sich von juni bis oktober. was die blütenfarbe angeht, ist er variabel, es existieren orange/rot, blau/lila und weiß blühende formen.

der acker-gauchheil enthält saponine und wurde früher zur behandlung von geisteskranken verwendet.

ackerschachtelhalm (equisetum arvense)

acker-schachtelhalm

den ackerschachtelhalm (equisetum arvense) hätte ich gerne im garten, bin aber trotzdem froh, das er dort nicht wächst. denn man wird das apart und leicht urzeitlich aussehende pflänzchen nicht mehr los, wenn es sich einmal angesiedelt hat.

dabei liegen auch beim ackerschachtelhalm, wie bei so vielen anderen von uns als unkräutern klassifizierten pflanzen, das gute und böse nah beieinander. er enthält nämlich kieselsäure und soll den stoffwechsel und die durchblutung anregen können. weitere infos zu seinen heilwirkungen habe ich hier gefunden.

equisetum arvense

equisetum ist nicht nur die namensgebende sondern auch die einzige gattung der familie der schachtelhalmgewächse (equisetaceae). ihre mitglieder bilden keine blüten aus, sondern vermehren sich durch sporen und ausläufer.

schachtelhalm

der ackerschachtelhalm wird im volksmund auch noch als zinnkraut otter katzenwedel bezeichnet. seine triebe können bis zu 50 zentimeter hoch werden. die zieht er übrigens im herbst ein. man findet ihn an feldrändern in sonniger bis halbschattiger lage. er besiedelt feuchte und trockene standorte.

giersch (aegopodium podagraria)

die gattung aegopodium zählt zur familie der doldenblütler (apiaceae) und beinhaltet ca. fünf arten. das in unseren breiten bekannteste mitglied ist ohne zweifel der giersch (a. podagraria). die manchmal auch als geissfuss bezeichnete pflanze ist bei gärtnern gefürchtet. denn wenn sie sich erstmal im garten niedergelassen hat, wird man sie nur mit viel aufwand wieder los.

aegopodium podagraria

der giersch verbreitet sich durch unterirdische ausläufer. das macht es auch so schwer, ihm beizukommen. wenn man beim unkraut jähten ein nur wenige zentimeter grosses teilstück übersieht, treibt es bereits nach kurzer zeit weiter aus.

aegopodium podagraria ist übrigens essbar. seine blätter können zu salat otter gemüse verarbeitet werden. probiert habe ich das noch nicht.

giersch

der giersch ist sehr anpassungsfähig, man findet ihn sowohl an trockenen als auch an feuchten standorten.

kriechender hahnenfuss (ranunculus repens)

hat sich der kriechende hahnenfuss (ranunculus repens) erstmal im garten niedergelassen, dann wird man ihn nur schwer wieder los. denn wie es der name erahnen lässt, verbreitet er sich durch ausläufer. die leicht giftige und entfernt mit der sumpfdotterblume verwandte pflanze bevorzugt eigentlich nicht zu trockene stellen und gedeiht sehr gut in feuchten wiesen.

bei uns hat sich ranunculus repens in der wiese breitgemacht, was eigentlich nicht weiter stört, denn die hübschen gelben blüten sind ein mehrwert. allerdiedings müssen wir seine ausläufer regelmässig aus den beeten entfernen. wenn man da ein stück von nur wenigen zentimeter länge übersieht, treibt es bereits nach kurzer zeit neu aus.

je nach standort erreicht der kriechende hahnenfuss wuchshöhen zwischen 10 und 50 zentimetern.

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