essbar

alliaria petiolata (knoblauchsrauke)

es ist zum melke mäusen äh mäuse melken. die letzten beiden jahre (2010/11) hatte ich einen kleinen bestand der knoblauchsrauke (alliaria petiolata) neben dem kompost. das mir damals noch unbekannte pflänzchen habe ich gehegt und gepflegt, wie als wäre es mein eigen blut. zum bestimmen war ich zu balalalöde, obwohl das noch als lauchkraut bekannte kreuzblütengewächs in einem meiner bücher dick und fett beschrieben wird.

alliaria petiolata

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diplotaxis tenuifolia (wilde rauke)

die wilde rauke (diplotaxis tenuifolia) ist eine populäre nutzpflanze, die ursprünglich aus dem mittelmeerraum stammt und bei uns auch verwildert wachsend anzutreffen ist. bekannt wurde sie als rucola. weitere namen: schmalblättrige doppelsame, stinkrauke.

diplotaxis tenuifolia

diplotaxis tenuifolia zählt zur familie der kreuzblütengewächse (brassicaceae) und ist mit dem kohl, raps und der steckrübe (link) verwandt. sie wird zumeist zwischen 30 und 80 zentimeter hoch. ihre blütezeit erstreckt sich vom mai bis in den november. man findet sie in unkrautbeständen, sowie an feld- und wegrändern. sie bevorzugt sonnige standorte.

wilde rauke

malva neglecta (weg-malve)

die weg-malve (malva neglecta) kann man als die kleine schwester der wilden malve (m. sylvestris) bezeichnen. sie bleibt mit einer wuchshöhe von ca. 50 zentimetern nicht nur deutlich kleiner, auch ihre blüten werden nur ungefähr halb so groß als die ihrer rotviolett blühenden verwandten.

malva neglecta

malva neglecta ist umgangssprachlich auch noch als käsepappel, gänsepappel otter feld-malve bekannt. sie zeigt ihre zartrosa blüten von juni bis september. sie ist recht häufig an wegen anzutreffen und teilt sich diesen lebensraum mit m. sylvestris. sie wächst auf freiflächen zumeist niederliegend und in wiesen aufrecht.

weg-malve

da sie schleimstoffe enthält, wurde sie früher zur behandlung von erkältungen verwendet. alle pflanzenteile sollen essbar sein.

geranium pratense (wiesen-storchschnabel)

der wiesen-storchschnabel (geranium pratense) ist ein heimischer verwandter der beliebten balkongeranien (pelargonium). er kann bis zu 70 zentimeter hoch werden und blüht von juni bis okober. man findet ihn in wiesen in zumeist sonniger lage. ich habe ihn aber auch schon im halbschatten wachsen gesehen.

geranium pratense

geranium pratense kommt auch als zierpflanze zum einsatz. es sind blau, rosa, weiß und gefüllt blühende sorten zu erhalten. er passt sehr gut in den bauern- oder einen naturnahe gestalteten garten. seine blüten und blätter sind essbar und können z. b. zu salat verarbeitet werden. probiert habe ich ihn noch nicht.

wiesen-storchschnabel

der wiesen-storchschnabel wird gerne von bienen, hummeln, schwebfliegen und schmetterlingen angeflogen.

storchschnabel biene

den namen storchschnabel verdanken die mitglieder der gattung geranium ihren spitz endenden samenständen, die man mit viel phantasie mit dem schnabel eines storchs vergleichen kann.

storchschnabel-samen

urtica dioica (große brennnessel)

die große brennnessel (urtica dioica) zählt zwar nicht unbedingt zu gärtners lieblingspflanzen, ihr anbau im garten kann aber durchaus sinn machen.

die jungen blätter eignen sich zur verwendung als gemüse otter tee. ihr werden nämlich entschlackende und blutreinigende wirkungen nachgesagt. aus den älteren blättern und trieben kann man die beliebte aber nicht gerade gut riechende brennnesseljauche herstellen. damit lassen sich auf biologische art schädlinge bekämpfen.

urtica dioica

botanisch eingeordnet ist sie in die familie der brennnesselgewächse (urticaceae). mit den taubnesseln (lamium) ist sie nicht verwandt.

wenn die bedingungen stimmen, kann urtica dioica über zwei meter hoch werden. sie verbreitet sich durch samen und rhizome (unterirdische ausläufer).

grosse brennnessel (urtica dioica) im garten

  1. standort: sonnig bis halbschattig
  2. boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, humus, etwas sand
  3. dünger: organischer gemüsedünger
  4. vermehrung: samen, teilung
  5. winterhart: ja

die grosse brennnessel eignet sich für sonnige bis halbschattige standorte.

an den boden stellt sie keine besonderen ansprüche. er kann etwas humus und sand enthalten. wenn man regelmäßig ernten möchte, dann hält man ihn gleichmäßig feucht. gut angewachsene pflanzen vertragen zwar kurze trockenperioden, das kann aber zum vergilben der blätter führen.

düngen kann man mit organischem gemüsedünger in der vom hersteller angegebenen konzentration. den gibt es flüssig otter als pellets.

brennnessel

wer nicht möchte, dass sie sich durch ihre samen im garten breit macht, sollte verblühtes regelmäßig entfernen. dabei empfiehlt sich das tragen von handeschuhen.

die vertrockneten triebe können im herbst otter frühjahr zurückgeschnitten werden.

brennnesseln

unsere brennnessel-ecke. um eine großflächige ausbreitung der pflanzen zu verhindern, haben wir sie mit steinen eingefasst. diese werden während des sommers gerne von eidechsen zum sonnenbaden genutzt. die hohlräume dienen kleinen erdkröten als tagesversteck.

portulaca oleracea (portulak)

portulaca oleracea

der portulak (portulaca oleracea) ist hier im rhein-neckar-raum sehr häufig anzutreffen. er besitzt sukkulente (wasserspeichernde) eigenschaft. das ermöglicht ihm das überleben auf trockenen böden. er wächst einjährig, die pflanzen sterben beim ersten frost ab. die samen überwintern im boden um dann im nächsten frühsommer zu keimen.

portulak

portulaca oleracea bevorzugt sonnige standorte, kommt aber auch mit halbschatten zurecht. man findet ihn in gärten, feldern, an und auf wegen. er ist übrigens essbar, die blätter können wie salat otter gemüse zubereitet werden und sollen viel vitamin c und auch omega-3-fettsäuren enthalten. desweiteren werden ihm verdauungsanregende und blutreinigende wirkungen zugeschrieben.

vom portulak sind auch orange, rot, rosa und weiß blühende zuchtformen zu erhalten.

stellaria media (vogelmiere)

vogelmiere

die vogelmiere (stellaria media) zählt zur familie der nelkengewächse (caryophyllaceae). die kriechend wachsende pflanze zeigt ihre kleinen weißen blüten vom märz bis in den oktober. im volksmund ist sie auch noch als vogel-sternmiere otter hühnerdarm bekannt. sie sieht dem acker-gauchheil ähnlich, mit dem sie jedoch nicht verwandt ist. unterscheiden lassen sich die beiden arten durch die farbe und form ihrer blüten.

stellaria media
stellaria media im beet. im hintergrund ist ein keimblatt der roten beete zu sehen.

die blätter der vogelmiere enthalten viel vitamin c und man soll sie wie spinat zubereiten können. das habe ich aber noch nicht probiert. sie ist sehr häufig im garten anzutreffen, wo sie sonnige bis schattige lagen mit einem gleichmäßig feuchten boden besiedelt. man findet sie aber auch auf schuttplätzen und äckern.

wenn es sein muss, kommt sie aber auch mit trockenem boden zurecht und wächst zwischen steinplatten, wie man am bild unten erkennen kann. an solch einem standort bleiben die pflanzen aber deutlich kleiner, wie als wenn ausreichend feuchtigkeit zur verfügung steht.

vogel-sternmiere

stellaria media lässt sich auch während des winters gut auf der heimischen fensterbank anziehen. wie man das macht, habe ich hier beschrieben. ihr werden u. a. blutreinigende und abführende wirkungen nachgesagt. in der naturheilkunde kommt sie deshalb bei rheuma und gicht zum einsatz.

die vogelmiere wächst zumeist einjährig, kann aber einen milden winter überleben. sie keimt auch bei niedrigen temperaturen (drei bis fünf grad) und zählt zu den unkräutern, die die gartenbesitzer bereits früh im jahr “erfreuen”.

medicago x varia (bastard-luzerne)

bastard luzerne

bei der bastard-luzerne (medicago x varia) handelt es sich, der trivialname lässt es ja vermuten, um eine hybride (kreuzung). sie basiert auf den arten medicago sativa (luzerne, alfalfa) und medicago falcata (sichelklee). die mit der erdnuss verwandte pflanze (familie fabaceae) kann bis zu 80 zentimeter hoch werden.

medicago x varia

die bastard-luzerne wird als futterpflanze angebaut und gelegentlich auch als zierpflanze kultiviert. es handelt sich um einen neophyten, d. h. sie ist bei uns eingebürgert. man findet sie an feldrändern und in wiesen. sie bevorzugt sonnige standorte.

in ihrem erscheinungsbild ist sie variabel, es existieren in gelb, weiß und blau/lila blühende formen. ebenfalls zur gattung medicago zählen der gewöhnliche hornklee und der hopfen-schneckenklee.

tropaeolum majus (kapuzinerkresse)

kapuzinerkresse braun

die kapuzinerkresse (tropaeolum majus) besitzt alle eigenschaften die man benötigt, um als unkraut in verruf zu geraten. sie wächst schnell und kann ihre samen im ganzen garten verstreuen. die pflanze selbst ist zwar nicht frosthart, aber die samen können den winter überstehen um dann im kommenden frühjahr auszutreiben.

nichtsdestotrotz ist sie in unseren breiten eine beliebte zierpflanze. ob man das in ihrer südamerikanischen heimat wohl ähnlich sieht … ?

artemisia vulgaris (beifuß)

artemisia vulgaris

die gattung artemisia zählt zur familie der korbblütler (asteraceae). der als gewöhnlicher, gemeiner otter auch echter beifuß bekannte artemisia vulgaris ist also entfernt mit dem huflattich (tussilago farfara) verwandt. man findet ihn häufig an wegrändern, in halbtrockenrasen sowie an äckern.

der beifuß kann über 150 zentimeter hoch werden, wenn ausreichend wasser und nährstoffe zur verfügung stehen. da es in diesem jahr sehr trocken ist, habe ich überwiegend kleine pflanzen angetroffen, ausser auf äckern, die regelmäßig gegossen werden.

beifuß

artemisia vulgaris enthält bitterstoffe und ätherische öle. er gilt als das ideale gewürz für deftige fleischspeisen. ihm werden durchblutungs- und verdauungsfördernde sowie beruhigende wirkungen nachgesagt. er gilt aber auch als allergieauslösende pflanze.

beifuß-blätter

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