artemisia vulgaris (beifuß)

artemisia vulgaris

die gattung artemisia zählt zur familie der korbblütler (asteraceae). der als gewöhnlicher, gemeiner otter auch echter beifuß bekannte artemisia vulgaris ist also entfernt mit dem huflattich (tussilago farfara) verwandt. man findet ihn häufig an wegrändern, in halbtrockenrasen sowie an äckern.

der beifuß kann über 150 zentimeter hoch werden, wenn ausreichend wasser und nährstoffe zur verfügung stehen. da es in diesem jahr sehr trocken ist, habe ich überwiegend kleine pflanzen angetroffen, ausser auf äckern, die regelmäßig gegossen werden.

beifuß

artemisia vulgaris enthält bitterstoffe und ätherische öle. er gilt als das ideale gewürz für deftige fleischspeisen. ihm werden durchblutungs- und verdauungsfördernde sowie beruhigende wirkungen nachgesagt. er gilt aber auch als allergieauslösende pflanze.

beifuß-blätter

quaklebendige teiche …

… heißt eine spendenaktion des nabu (naturschutzbund deutschland e. v.), die dazu dient, die lebensräume der bedrohten rotbauchunke (bombina bombina) zu erhalten. mit einem bild des putzigen kleinen (ehemaligen, jetzt bombinatoridae) scheibenzünglers kann ich leider nicht aufwarten, denn die art ist bei uns im süden nicht heimisch. hier stößt man nur gelegentlich mal auf die gelbbauchunke (b. variegata).

dafür gibt es diesen quaker.

frosch

mit dem geld aus der spendenaktion werden vom nabu neue laichgewässer angelegt. desweiteren dient es der aufzucht von jungunken. eine sehr sinnvolle aktion wie ich finde.

wer gelbbauchunken schonmal in ihrem natürlichen lebensraum beobachten konnte wird wissen, wie agil und vor allem gefräßig sie sind. wenn man sich für einige zeit ruhig verhält, verlieren sie sogar ihre scheu. sie besiedeln kleinstgewässer und sind auch am tag aktiv.

hier geht es zur spendenaktion –>

achillea millefolium (schafgarbe)

die schafgarbe (achillea millefolium) zählt zur familie der korblütler (asteraceae) und ist mit vielen, ebenfalls sehr bekannten pflanzen verwandt, wie z. b. dem beifuß, der kamille und der margerite. ihre blütezeit erstreckt sich vom mai bis in den oktober, die wuchshöhe kann bis zu 150 zentimetern betragen. sie besiedelt halbtrockenrasen, wegränder, schuttplätze und ist auch in städten – zumindest hier in mannheim – häufig anzutreffen.

schafgarbe

ein teil der hier gezeigten bilder stammt aus dem eigenen garten, wo die schafgarbe seit zwei jahren ungehindert wachsen darf. sie hat sich dort übrigens von alleine niedergelassen.

als standort mag sie es gerne sonnig, ihre ansprüche an den boden sind nicht sonderlich hoch. er sollte nur nicht dauerhaft unter wasser stehen und kann etwas sand oder feinen kies enthalten. ist sie erstmal gut angwachsen, kommt sie auch mit trockenheit bestens zurecht. das lässt sich übrigens derzeit – dem regenarmen frühjahr 2011 – sehr gut beobachten. bis auf einige hülsenfrüchtler, wegeriche und achillea millefolium, sind die meisten wiesen momentan nämlich vertrocknet.

nichtsdestotrotz würde ich sie die ersten zwölf wochen nach dem pflanzen regelmäßig gießen. an einem trockenen standort bleibt sie übrigens mit wuchshöhen zwischen 10 und 20 zentimetern relativ klein. wer auf imposante wildstauden steht sollte, zumindest wenn es für längere zeit nicht geregnet hat, auch der schafgarbe die eine otter andere kanne wasser gönnen.

achillea millefolium

achillea millefolium überzeugt nicht nur durch ihre schlichte eleganz, sie ist als heilpflanze auch heute noch von bedeutung. so soll sie u. a. bei problemen im magen-darm-trakt hilfreich sein und den appetit anregen. auf die letztgenannte wirkung bin ich leider nicht angewiesen – wie mir meine waage regelmäßig mitteilt.

angeboten wird die schafgarbe als tee oder pflanzen-presssaft.

sie eignet sich übrigens auch für die wildkräuterküche, z. b. zum würzen von fleisch und kartoffelgerichten. mit den jungen blättern lassen sich salate aufpeppen. da ihr aroma im abgang etwas bitter ist, sollte man sie jedoch sparsam einsetzen.

wer es in sachen garten nicht ganz so naturnahe mag, dem kann ich die goldgarbe (achillea filipendulina) empfehlen. sie ist genauso pflegeleicht und trockenheitsverträglich wie ihre weißblütige verwandte.

goldgarbe

die schafgarbe ist übrigens auch bei insekten sehr beliebt. sie wird gerne von bienen, schwebfliegen und vom woll­kraut­blütenkäfer (bild unten) angeflogen.

schafgarbe käfer

von achillea millefolium gibt es auch eine rosa blühende unterart (ssp. sudetica), ein bild ist hinter diesem link zu finden.

sorten

dank züchterischer bearbeitung, sind von der schafgarbe auch orange, rosa und rot blühende sorten zu erhalten. ob es sich bei der unten abgebildeten pflanze um eine verwilderte sorte otter die oben erwähnte ssp. sudetica handelt, kann ich leider nicht sagen.

achillea millefolium rosa

achillea millefolium terracotta
achillea millefolium “terracotta”

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