clematis vitalba (gemeine waldrebe)

clematis vitalba

die gattung clematis zählt zur familie der hahnenfußgewächse (ranunculaceae) und beinhaltet mehrere hundert arten. einige davon sind beliebte gartenpflanzen, entsprechend groß ist die auswahl an kulturformen.

bei uns wild wachsend anzutreffen ist die als gemeine otter weiße waldrebe bekannte clematis vitalba. man findet sie an waldrändern, in gebüschnähe aber auch in kulturlandschaften. die hier gezeigten bilder sind an einer eisenbahnbrücke entstanden. den weg dorthin hätte ich mir allerdiedings sparen können, denn hinter unserem schrebergarten wuchert auch so ein teil.

das clematis vitalba zu den schnell wachsenden pflanzen zählt, kann ich aus eigener erfahrung bestätigen. einmal im jahr dürfen wir das dach unseres geräteschuppens erklimmen, um es von ihren ranken zu befreien.

auch bei diesem gewächs liegen gut und böse übrigens nah beieinander. denn sie dient uns als schutz vor einbrechern, die dank ihr nun nicht mehr von hinten und geschützt durch das gebüsch, in unseren garten gelangen …

gemeine waldrebe

… aber leider dafür andere wege finden.

ihre weißen blüten zeigt die gemeine waldrebe von mai bis juli. die samen werden durch den wind verbreitet. sie kommt mit sonne, halbschatten und trockenem boden gut zurecht.

sie enthält protoanemonin, der kontakt mit ihrem pflanzsaft kann zu hautirritationen führen.

der organismus

organismus

keine ahnung, was das für ein vieh ist. aus diesem grund bezeichne ich es einfach als organismus. gefunden habe ich es und weitere exemplare in der regentonne. vermutlich handelt es sich um eine larve. schön wäre es ja, wenn die sich von mückenlarven ernähren würde. dem scheint aber nicht so zu sein.

tier

update

mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es sich beim organismus um eine sog. rattenschwanzlarve handelt. die wohl irgendwann zu einer mistbiene metamorphosiert.

trifolium hybridum (schwedenklee)

trifolium hybridum

als ich den schwedenklee (trifolium hybridum) das erste mal gesehen habe, hielt ich ihn für eine hybride aus rot- und weißklee. dem ist allerdiedings nicht so, wie man an der überschrift dieses artikels erkennen kann. ist auf alle fälle ein ganz ein putziger und ich überlege derzeit, ob ich nicht nochmal an den fundort radel und mir einen ausbuddel.

weitere infos sind hinter dem link zu finden.

schwedenklee

silene vulgaris (taubenkropf-leimkraut)

silene vulgaris

die gattung silene zählt zur familie der nelkengewächse (caryophyllaceae) und beinhaltet mehrere hundert arten. ihre mitglieder sind im volksmund als leimkräuter otter lichtnelken bekannt. einige davon, wie z. b. silene vulgaris (taubenkropf-leimkraut), sind auch bei uns heimisch. es wird gelegentlich auch als aufgeblasenes leimkraut bezeichnet.

taubenkropf-leimkraut

das traubenkropf-leimkraut ist auf äckern, in wiesen und an wegrändern sowie böschungen in zumeist sonnigen und eher trockenen lagen zu finden. es kann bis zu 50 zentimeter hoch werden und blüht von mai bis august. da es trockenheitsverträglich ist, eignet es sich sehr gut für den steingarten.

seine vor allem während der abend- und nachtstunden duftenden blüten werden u. a. durch nachtfalter bestäubt. silene vulgaris ist essbar, die jungen blätter können wie spinat zubereitet werden.

clytra laeviscula (ameisen-sackkäfer)

clytra laeviscula

bei meinem gestrigen streifzug entlang des neckars sind mir vor allem zwei dinge ins auge gestochen: kleine weiße schnecken*, die auf grashalmen sitzen und ein ameisen-sackkäfer (clytra laeviscula). warum der sich an dem schneckchen festgehalten hat – keine ahnung. also fressen wollte er sie sicherlich nicht, denn diese art ernährt sich vegetarisch. aber vielleicht begatten … ?

ameisen sackkäfer

der ameisen-sackkäfer ist übrigens ein richtiger kleiner scheißer, denn seine larven entwickeln sich in ameisenhaufen und umhüllen sich dort mit ihrem kot. das klingt zwar nicht sonderlich appetitlich, scheint aber effektiv zu sein. weitere infos dazu gibt es im naturlexikon.

* dabei handelt es sich um märzenschnecken.

jede blüte hilft!

biene

mit einer lieferung stauden habe ich heute ein samentütchen mit dem klangvollen namen “bienen-glück” sowie einen flyer zur aktion “jede blüte hilft” erhalten. bei der es kurz gesagt darum geht, unseren wildbienen und hummeln die entsprechenden futterpflanzen und nistmöglichkeiten zur verfügung zu stellen.

am einfachsten funktioniert das ürbigens, wenn man im garten das eine otter andere unkraut wachsen lässt. so werden z. b. die blüten von rot- und weißklee gerne von hummeln angeflogen.

hummel

auch das bereitstellen von nistmöglichkeiten ist keine komplizierte sache. bereits seit mehreren jahren werden die beiden windspiele in unserem garten von mauerbienen genutzt. sie befüllen sie im frühjahr mit pollen, legen darin ihre eier ab und verschließen sie dann.

die auch als solitärbienen bekannten insekten sind übrigens sehr friedliche tiere, gestochen wurde bei uns noch niemand nicht. im frühling herrscht halt emsiges treiben rund um die windspiele, aber so macht der grässliche nippes wenigstens sinn.

windspiel

ausführliche infos zur aktion “jede blüte hilft” gibt es hier. wildblumensamen sind in diesem shop zu erhalten.

brassicogethes aeneus (rapsglanzkäfer)

rapsglanzkäfer

der rapsglanzkäfer (brassicogethes aeneus) wird zwar nur zwei bis drei millimeter groß, kann aber trotzdem enormen schaden anrichten, wenn er in massen auftritt. der käfer und seine larven ernähren sich vom blütenpollen, verschonen aber auch nicht den fruchtknoten und den stempel.

in sachen ernährung, beschränkt sich brassicogethes aeneus nicht nur auf den raps, er ist auch an vielen anderen pflanzen zu finden, wie z. b. an der hier abgebildeten rosa canina.

rosenblüten

das er auch appetit auf bunte textilien hat, wie in diesem cartoon dargestellt, kann ich aus eigenen erfahrungen nicht bestätigen.

viola tricolor (acker-stiefmütterchen)

acker-stiefmütterchen

das acker-stiefmütterchen (viola tricolor) besticht nicht nur durch seine zumeist dreifarbigen blüten, es ist auch sehr robust und vor allem trockenheitsverträglich. wenn man es nicht als lästiges unkraut betrachtet.

im volksmund ist es auch noch als wildes, bzw. acker-veilchen bekannt. seine blütezeit erstreckt sich von april bis oktober. man findet es häufig auf äckern, wegrändern, schuttplätzen und im garten. es kann bis zu 25 zentimeter hoch werden und kommt mit sonne und schatten gut zurecht. wie am bild unten unschwer zu erkennen ist, hat es auch keine probleme damit wenn es zwischen steinen wachsen muss.

viola tricolor

in der homöopathie wird das acker-stiefmütterchen bei hauterkrankungen eingesetzt. infos zu seinen inhaltsstoffen und ihrer wirkung gibt es hier.

chenopodium album (weißer gänsefuß)

chenopodium album

die gattung chenopodium zählt zur familie der fuchsschwanzgewächse (amaranthaceae) und beinhaltet mehr als 100 arten. verwandt ist sie z. b. mit dem amarant (amaranthus) und den rüben (beta).

der weiße geänsefuß (chenopodium album) hat einige trivialnamen und ist u. a. noch als acker-, drecks- otter falsche melde bekannt. er kann über einen meter hoch werden und blüht von juni bis september. er gilt als erstbesiedlerpflanze und ist häufig auf baustellen anzutreffen. desweiteren findet man ihn auf äckern, schuttplätzen und gelegentlich auch mal im garten. er bevorzugt sonnige standorte.

weißer gänsefuß

chenopodium album wurde früher als gemüse verwendet und wie spinat zubereitet. ihm werden entzündungshemmende und abführende wirkungen nachgesagt.

da er den boden auslaugen soll, ist er bei landwirten nicht sehr beliebt. wie hoch er wird, ist vom nährstoff- und wasserangebot abhängig. heuer habe ich, aufgrund des bis jetzt regenarmen jahresverlaufs, viele nur ca. zehn zentimeter hohe, aber schon blühende exemplare angetroffen (bild unten).

ackermelde

anagallis arvensis (acker-gauchheil)

anagallis arvensis

der acker-gauchheil (anagallis arvensis) zählt zwar zu den sehr häufig auftretenden unkräutern, lässt sich aber leicht entfernen, da seine wurzeln flach wachsen.

botanisch eingeordnet ist er in die unterfamilie der myrsinengewächse (myrsinoideae) innerhalb der primelgewächse (primulaceae), zu der u. a. auch die alpenveilchen (cyclamen) und der goldfelberich (lysimachia) zählen.

im volksmund ist anagallis arvensis auch noch als roter gauchheil bekannt. seine blütezeit erstreckt sich von juni bis oktober. was die blütenfarbe angeht, ist er variabel, es existieren orange/rot, blau/lila und weiß blühende formen.

der acker-gauchheil enthält saponine und wurde früher zur behandlung von geisteskranken verwendet.

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